Verbesserung der Plasmahomogenität - Homogenisierung durch modulierte Elektrodenanordnung
Ref.-Nr. 7340
Keywords: RF-Plasma, Plasmatechnik, Plasmadichte, Plasmahomogenität, Wandelektrode, Homogenitätskontrolle , kapazitative Radio Frequenz Plasmen
In der Halbleiterindustrie stellen radiale Inhomogenitäten in kapazitiv gekoppelten Radiofrequenz-(RF-) Niedertemperaturplasmen ein zentrales Problem dar. Sie führen zu ungleichmäßigen Ätz- und Beschichtungsergebnissen, was die Produktionsausbeute verringert und die Fertigungskosten erhöht. Konventionelle Ansätze zur Homogenisierung – wie dielektrische Linsen, strukturierte oder segmentierte Elektroden – sind technisch komplex, teuer und erfordern oft aufwändige Umbauten an der Plasmakammer. Zudem sind diese Lösungen wenig flexibel, da sie stark an spezifische Prozessbedingungen gebunden sind.
Die hier vorgestellte Erfindung verfolgt erstmals einen grundlegend neuen Ansatz: Anstatt die Geometrie der Hauptkomponenten aufwendig zu verändern, wird eine zusätzliche ringförmige Elektrode in der Nähe der Reaktorwand integriert, welche mit einer individuell steuerbaren RF-Wechselspannung betrieben wird. Frequenz und Amplitude können unabhängig von der Hauptspannung des Probentellers geregelt werden. Dadurch lassen sich energiereiche Elektronen gezielt im Randbereich des Plasmas erzeugen und in Gebiete mit zu geringer Plasmadichte lenken, wo sie durch Ionisation des Hintergrundgases lokal die Plasmadichte erhöhen.
Die Wandelektrode zeichnet sich durch eine variable Geometrie aus: Sowohl ihre Abmessungen als auch ihr Verkippungswinkel können angepasst werden. Dies erlaubt eine dynamische Feinjustierung der Plasmaprofile ohne jegliche strukturelle Änderung der Prozesskammer.
Vorteile
- In bestehende Anlagen nachrüstbar
- Kostengünstig
- Hohe Homogenität des Plasmas
Kommerzielle Anwendung
Die hier vorgestellte Methode eignet sich für das Nachrüsten von bestehenden Plasmakammern beispielsweise im Bereich der Halbleitertechnik. Im Gegensatz zu bestehenden Lösungen kann diese Elektrode kostengünstig in bestehende Reaktoren integriert werden. Die Anpassung an unterschiedliche Prozessanforderungen erfolgt allein durch elektrische Parameter oder durch mechanische Verschiebung bzw. Neigung der Elektrode, nicht durch aufwändige Umbauten. Diese Erfindung bietet somit eine flexible, skalierbare und wirtschaftlich attraktive Lösung zur effektiven Kompensation radialer Plasmainhomogenitäten.
Aktueller Stand
Die hier vorgestellte Methode eignet sich für das Nachrüsten von bestehenden Plasmakammern beispielsweise im Bereich der Halbleitertechnik. Im Gegensatz zu bestehenden Lösungen kann diese Elektrode kostengünstig in bestehende Reaktoren integriert werden. Die Anpassung an unterschiedliche Prozessanforderungen erfolgt allein durch elektrische Parameter oder durch mechanische Verschiebung bzw. Neigung der Elektrode, nicht durch aufwändige Umbauten. Diese Erfindung bietet somit eine flexible, skalierbare und wirtschaftlich attraktive Lösung zur effektiven Kompensation radialer Plasmainhomogenitäten.
Technologie-Reifegrad
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Versuchsaufbau in Einsatzumgebung
Relevante Veröffentlichungen
Li Wang et al 2025 Plasma Sources Sci. Technol. 34 045004
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Eine Erfindung der Ruhr-Universität Bochum.




