Maschinenbau

BigPrint - 3D-Drucker für großvolumige Bauteile

Ref.-Nr. 4106

Keywords: 3D Druck, Rapid Prototyping, Leichtbau

BigPrint ist ein 3D-Drucker nach dem Prinzip des Fused Deposition Modeling (FDM). Beim FDM werden Werkstück schichtweise aus einem schmelzfähigen Kunststoff aufgebaut. FDM wurde Ende der 1980er Jahre entwickelt und findet in den letzten Jahren immer mehr Einzug in kommerzielle Anwendung z.B. im Rahmen des Rapid Prototyping oder zur Herstellung kleinerer Stückzahlen an Kunststoffwerkstücken. Die heute üblichen FDM-Drucker haben aber einigen Nachteile: Zum einen ist der Bauraum der Drucker in der Regel sehr klein, was das Volumen der möglichen Werkstücke stark einschränkt. Zweitens ist meist nur ein Druckkopf vorhanden, was die Geschwindigkeit des Druckprozesses einschränkt und schließlich ist die Werkstückaufnahme unbeweglich, so dass komplizierte Formen kaum möglich sind.
BigPrint dagegen hat eine Werkstückaufnahme, die sich in der eigenen Ebene und um eine innere Achse drehen kann. Er hat mehrere Druckköpfe, die parallel arbeiten, sich relativ zur Werkstückaufnehme in alle Raumachsen bewegen und verschiedene Werkstoffe verarbeiten können. Die Ansteuerung kann über Funk erfolgen, die Energieversorgung über Akkus und der Kunststoff kann in Kartuschen mitgeführt werden. Dies erlaubt maximale Freiheitsgrade bei sehr präziser Ansteuerung und simultanem Einsatz mehrerer Druckköpfe. Ferner hat der gesamte Drucker einen Bauraum von über 1,5m3. Somit lassen sich auch sehr große Verbundwerkstücke in einem Arbeitsschritt drucken.

Vorteile

  • Großer Bauraum
  • Mehrere Druckköpfe
  • Vollständig bewegliche Werkstückaufnahme

Kommerzielle Anwendung

BigPrint eignet sich für Anwendungen im Bereich Rapid Prototyping und Leichtbau, insbesondere für die Herstellung von sehr großen Bauteilen oder von Verbundwerkstoffen. Besonders gut ist BigPrint auch für die Herstellung von rohrförmigen Bauteilen geeignet.

Aktueller Stand

Auf die Erfindung wurden eine deutsche und eine europäische Patentanmeldung eingereicht.
Es existiert ein funktionsfähiger Prototyp, auf dem schon einige Testobjekten gefertigt wurden.

Eine Erfindung der TU Dortmund.


Dr.-Ing. Oliver Kower

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