Applied Sciences

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IonSulChlo – Polymerisierbare Sulfobetainverbindungen

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Ref.-Nr. 4695

Als Betaine wird eine Stoffklasse organisch-chemischer Verbindungen bezeichnet, die in ihrer Molekülstruktur sowohl eine positive als auch eine negative Ladung tragen, nach außen hin aber ungeladen sind. Sulfobetaine sind wie die Betaine zwitterionische-Verbindungen, die jedoch anstatt der Carboxylatgruppe (–COO−) meist einen als Sulfoalkylgruppe vorliegenden SO3 - Rest enthalten.

Wissenschaftler der Hochschule Niederrhein haben nun ein Verfahren entwickelt um preiswert polymerisierbare Sulfobetainverbindung herzustellen. Die vorliegenden Sulfobetainhalogenide dienen als Ausgangsstoff für eine Reihe wirtschaftlich relevanter Verbindungen. Erste Kupplungsreaktionen der Ausgangssubstanz zu SO2-NR2 / SO3-R / SO2-NR-SO2R Derivaten zeigen gute anti-mikrobielle und/oder oberflächen-aktive und/oder anti-elektrostatischen Wirkung.

Die Erfindung hat vorliegend die Aufgabe, quartäre Ammoniumverbindungen zu synthetisieren, die über leicht zugängliche Zwischenprodukte in Form von Ammoniumsulfonhalogenide erhalten werden, wobei die Verbindungen polymerisierbar sein können.

Keywords: Sulfobetainverbindungen, Oberflächenaktive, anti-mikrobielle, anti-elektrostatische Kunststoffe, Sulfobetaines, surface-active, anti-microbionic, anti-static polymers

Kommerzielle Anwendung

Die vorliegende Erfindung erschließt eine Vielzahl polymerisierbarer Sulfobetainverbindung, welche als Grundstoff für Polymermembranen oder Oberfächenbeschichtungen geeignet sind. Die intrinsisch oberflächenaktiven Eigenschaften des Polymers zeigen sich auch in den anti-mikrobiellen und anti-elektrostatischen Eigenschaften.

Vorteile

  • effektive Synthese
  • hohe Ausbeuten
  • mögliche Ausgangsverbindung für eine Vielzahl interessanter Stoffe
  • Synthese ermöglicht die Substitution unterschiedlicher funktioneller Gruppen
  • Grundstoff für Polymere mit intrinsisch oberflächenaktiven Eigenschaften
  • Polymere zeigen anti-mikrobielle und anti-elektrostatischen Eigenschaften

Aktueller Stand

Die Erfindung wurde als Patentanmeldung beim DPMA hinterlegt. Eine Internationale PCT Patentanmeldung ist ebenfalls erfolgt, wobei die Rechercheberichte durchweg die Patentfähigkeit der hergestellten Verbindungen und des Verfahrens bestätigt haben.

Die anti-mikrobiellen Eigenschaften und die Verwendung als oberflächenaktive Materialien für Beschichtungen, wurden bereits in einigen Untersuchungen für die Verbindungen erprobt und ihre Eignung bestätigt.

PROvendis bietet im Namen der Hochschule Niederrhein interessierten Unternehmen Lizenzen für die Verbindungen und das Verfahren zu deren Herstellung an.


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