Applied Sciences

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Magnesort - Verfahren zur Aufkonzentration von Dauermagneten

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Angebotsbeschreibung

Ref.-Nr. 3273

Hochleistungsmagnete beinhalten seltene Erden, z.B. Neodym und Dysprosium. Diese Magnete werden in großen Mengen in Massenprodukten eingesetzt, insbesondere in Elektro- und Elektronikkomponenten. Diese Dauermagnete weisen extrem hohe Feldstärken auf und haften daher untereinander sowie an anderen Materialien. Nach bisheriger Technik sind sie somit nicht aus einem Schrottgemisch als separate Fraktion trennbar und werden zusammen mit dem Stahlschrott geschreddert.

Die Erfindung beschreibt ein Verfahren zur automatischen, kontinuierlichen Aussortierung von Dauermagneten aus eisenhaltigen Schrotten. Hierzu werden diese durch thermische Vorbehandlung teilentmagnetisiert und anschließend durch einen Wirbelstromabscheider ausgeworfen. Durch dieses Verfahren wird eine aufkonzentrierte Fraktion von Dauermagneten erzeugt.

Keywords: Recycling, seltene Erde Magnete, Neodym, rare earth magnets, neodynium, Hochleistungsmagnet, Dauermagnet, Aufkonzentration 

Kommerzielle Anwendung

Neodym und Dysprosium, Elemente der Seltenen Erden, werden verstärkt auf Grund ihrer verbessernden Eigenschaften in Hochleistungsmagneten verarbeitet. Die durch das Magnesort-Verfahren beabsichtigte Aufkonzentration dieser Magnete am Lebensende, soll bei der angestrebten Wiederverwendung dieser Rohstoffe einen Beitrag leisten.

Durch die Erweiterung des Recyclingportfolios auf stark verdünnte Magnetmengen, wie sie z.B. nach Schredderanlagen vorkommen, sollen wirtschaftlich verarbeitbare Mengen an Dauermagnetmaterial erzeugt werden. Das Verfahren bietet außerdem den Vorteil, dass das aussortierte Schrottmaterial im weiteren Recyclingprozess der Magnete (z.B. Wasserstoffversprödung, Pyrometallurgie, Hydrometallurgie) nicht mehr weiter-verarbeitet werden muss. Gekoppelt mit einem anschließenden Recyclingprozess kann durch Sekundärproduktion von Seltenen Erden aus Dauermagneten die Importabhängigkeit von Seltenen Erden Material verkleinert werden.

Vorteile

  • Wiedergewinnung eines hochpreisigen Rohstoffes
  • Aufkonzentration von geschreddertem Magnetmaterial zu wirtschaftlich relevanten Mengen
  • Als Vorstufe aller Recyclingverfahren anwendbar
  • Integration in vorhandene Recyclinganlagen möglich
  • Magnetfreie Anlagenbereiche möglich
  • Verbesserte Klassifizierung magnetfreier Schrotte
  • Verringerte Abhängigkeit von den chinesischen Exportbeschränkungen

Aktueller Stand

Eine Patentanmeldung wurde im Juli 2012 beim Deutschen Patent- und Markenamt hinterlegt. Weiterhin ist eine Europäische Patentanmeldung anhängig.

Eine Versuchsanlage ist aufgebaut, anhand derer die Funktionalität nachgewiesen wurde. Im Rahmen mehrere Meßreihen wurden Stoffströme beprobt, für die das Verfahren besonders lohnenswert erscheint.

PROvendis bietet im Auftrag der Westfälischen Hochschule interessierten Unternehmen Lizenzen an der Erfindung an.     


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Kontakt

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