Technologien

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Wie eine Erfindung zum Umweltschutz beiträgt

Erfolgreiches Feinstaub-Filtersystem

Der Feinstaubfilter, der sog. "Schräder AL-Top"

Feinstaub, der bei der Verbrennung von Biomasse entsteht, ist schädlich für Mensch und Umwelt. Gemäß den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten wird eine Feinstaubentfernung aus dem Abgas mit entsprechenden Filtern durchgeführt. Die Belastung der Umwelt mit Feinstaub ist eine europaweite Herausforderung, der sich durch verschiedene Reduktionsmaßnahmen auch in NRW-Städten z.B. durch die Errichtung von Umweltzonen und strengeren Richtlinien gestellt wird. Wissenschaftler der ehemaligen Fachhochschule Gelsenkirchen (heute: Westfälische Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen) haben einen neuen Feinstaubfilter erfunden, der diese Maßnahmen unterstützt. Das Besondere im Verhältnis zu den gängigen Filtern: er ist besonders sicher, hat eine hohe Reinigungsleistung, reinigt sich automatisch selbst, lässt sich nachrüsten und eignet sich für kleine bis mittlere Anlagen im Bereich von 50 – 300 kW.

Mit niedrigem Strom- und Wasserverbrauch sowie hohem Automatisierungsgrad erzielt das Filtersystem eine hohe Reinigungsleistung bei geringem Wartungsaufwand: Ergebnisse der Feinstaubreinigung belegen eine Reduzierung des Feinstaubanteils bis zu 90%. Da die Feinstaubbelastungen durch thermische Biomassenutzung steigen werden, ist die hohe Reinigungsleistung für eine saubere Umwelt notwendig. Die automatisierte Selbstreinigung des Filters hat geringe laufende Kosten und Wartungsarmut zufolge. Schließlich ist eine weitere positive Eigenschaft des Filters sein hoher Sicherheitsstandard: Kommt es während des Betriebs zu Störungen, wird die Kesselanlage über ein Störungssignal ausgeschaltet. Gefahren durch Abgasrückstau oder -austritt werden dadurch gebannt. Zusätzlich kann für die Anlage eine optional erhältliche Bypassbox erworben werden, sodass sie trotz Störungen weiterbetrieben werden kann.

Für die Hochschule hatte PROvendis einen Lizenzvertrag über die Erfindung mit der Firma Schräder Abgastechnologie, Kamen, ausgehandelt. Für die Serienproduktion und Marktreife hat das Unternehmen den Filter mit großem Engagement weiterentwickelt, sodass der AL-Top nun auf dem Markt und als umweltrelevante Erfindung stark nachgefragt ist. Eine Patenterteilung in Kanada und Australien ist für den AL-Top schon erfolgt, US und EP Patent ist anhängig. Biomassekessel-herstellern aus dem In- und Ausland haben großes Interesse und auch von der Nachfrage gewerblicher und privater Anwender, weiß die Firma Schräder Abgastechnologie zu berichten. In der Schweiz, wo bereits seit 2012 besonders strenge Vorschriften gelten, ist die Nachfrage nach den Produkten der Fa. Schräder besonders groß. Im April 2014 wurde der erste AL-Top nach Neuseeland geliefert und kommt nun an der Holzhackschnitzelheizung der University of Otago in Dunedin zum Einsatz.

Ab 2015 erwartet das Unternehmen außerdem massive Umsätze, denn ab dem 1. Januar 2015 tritt die Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) in Kraft. Bestehende Einzelraumfeuerstätten wie Kamin- oder Kachelöfen müssen die Einhaltung strengerer Grenzwerte nachweisen. Werden die Werte überschritten, muss stufenweise bis spätestens 2024 ein Staubfilter nachgerüstet oder die Anlage ausgetauscht werden. Eine Anforderung, die der AL-Top erfüllt und zur Erfolgsgeschichte werden lässt. Klarheit zu den komplizierten und detaillierten Vorgaben der 1. BImSchV für Biomassefeuerstätten bietet übrigens eine von Schräder entwickelte App, die kostenlos im iTunes Store und im Google Play Store unter dem Stichwort „Schräder“ erhältlich ist.

>> Zur Website der Firma Schräder Abgastechnologie >>

>> Zum YouTube-Channel >>

 

 

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